buying process
Was ist der Unterschied zwischen einem Anwalt und einem Notar beim Kauf von Immobilien in Spanien?
Das Verständnis der unterschiedlichen Rollen des Anwalts (abogado) und des Notars (notario) in Spanien ist entscheidend für internationale Immobilienkäufer, insbesondere für solche aus Belgien und den Niederlanden, wo der Notar eine umfassendere Rolle spielt.
In Spanien ist der Notar ein staatlich ernannter Beamter, dessen Hauptfunktion darin besteht, die öffentliche Urkunde (escritura) während des Immobilienabschlusses zu bezeugen und zu authentifizieren.
Der spanische Notar überprüft die Identitäten, stellt sicher, dass die Urkunde ordnungsgemäß erstellt ist, und registriert die Transaktion.
Allerdings — und das ist entscheidend — schützt der spanische Notar NICHT die Interessen des Käufers, führt NICHT die Due Diligence für die Immobilie durch und prüft NICHT auf versteckte Schulden, Planungsverletzungen oder rechtliche Probleme.
Dies unterscheidet sich grundlegend von Belgien, wo der Notar (notaris) eine aktive Rolle beim Schutz beider Parteien spielt, oder von den Niederlanden, wo der Notar (notaris) den gesamten Übertragungsprozess abwickelt.
In Spanien ist der unabhängige Anwalt (abogado) der Fachmann, der IHRE Interessen schützt.
Ihr Anwalt sollte: den Eigentumstitel im Grundbuch (Registro de la Propiedad) überprüfen, auf ausstehende Schulden, Hypotheken oder Pfändungen an der Immobilie prüfen, bestätigen, dass alle Baugenehmigungen und Bescheinigungen über die Nutzung in Ordnung sind, alle Verträge überprüfen, bevor Sie unterschreiben, die Bedingungen in Ihrem Namen verhandeln, Ihre NIE-Nummer und Ihr Bankkonto einrichten, die Vollmacht vorbereiten, falls Sie nicht zum Abschluss erscheinen können, und sicherstellen, dass die Steuern korrekt berechnet und bezahlt werden.
Die Anwaltsgebühren liegen typischerweise zwischen 1-1,5% des Kaufpreises oder einer Pauschalgebühr von 1.500-3.000 €.
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